Majoran:

Wurstkraut, Maigramme, Blutwürze, Kuttelkraut


Herkunft und Geschichte:

Die Araber führten den Majoran als Gewürz in verschiedene Mittelmeerländer ein. Bereits Römer und Griechen würzten damit ihren Wein und schrieben diesem Trank potenzfördernde Eigenschaften zu. Im 16. Jahrhundert wurde der Majoran auch bei uns bekannt. Schnell war er als Modegewürz, das praktisch gegen alle Krankheiten helfen sollte, beliebt.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Majoran enthält einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Hinzu kommen verschiedene Bitter- und Gerbstoffe. Majoran ist daher sehr verdauungsfördernd. Er hilft bei Koliken, Blähungen, Durchfall und wirkt beruhigend. Durch seine krampflösende Eigenschaft lindert Majoran Asthma, Lähmungen und Schwindelanfälle. Majoran gilt auch als wirksames Mittel gegen Heuschnupfen und ein Dampfbad aus Majoran hilft gegen unreine Haut.


Pflege:

Majoran gedeiht am besten an einem warmen sonnigen Platz in nährstoffreichen Boden.


Ernte und Verwendung:

Majoran hat ein herb-würziges Aroma und einen herzhaft- leicht bitteren Geschmack. In Öl eingelegt ist die Aromaübertragung sehr gut. Das typische Wurstgewürz eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Hülsenfrüchten, Kartoffelklößen, Kartoffelgerichten, Pilzgerichten. Fischsalat, Schmalz und für vegetarische Brotaufstriche. Empfehlenswert ist Majoran aber auch zu fettreichen Gerichten wie Schweine- oder Gänsebraten. Häufig wird er auch in Suppen und Soßen, zu Pizza und Geflügel verwandt.