Liebstöckel:
Maggikraut, Badekraut, Liebstängel, Lobstock
Herkunft und Geschichte:
Ursprünglich stammt Liebstöckel aus dem persischen Raum,
und wurde später über Italien auch in andere Mittelmeerländer
eingeführt. Durch die Mönche kam die Pflanze schließlich
nach Mittel- und Nordeuropa und ist hier schon lange als „Allheilmittel“
bekannt.
Inhaltsstoffe und Wirkung:
In allen Teilen der Pflanze befindet sich ein ätherischen Öl,
sowie Gerb- und Bitterstoffe. Aus diesem Grunde wirkt Liebstöckel
sehr harntreibend und kann wirksam gegen Blähungen eingesetzt
werden. Liebstöckel ist verdauungsfördernd und hilft gegen
Sodbrennen und Appetitlosigkeit. Ein wohltuendes Bad hilft bei Hautentzündungen
und ein Tee lindert Erkrankungen der Atemorgane und ist hustenlösend.
Pflege:
Liebstöckel gedeiht am besten an einem nährstoffreichen,
halbschattigen und kalkhaltigen Standort mit tiefgründigem und
ausreichend bewässertem Boden.
Ernte und Verwendung:
Liebstöckel hat einen
stark würzigen, an „Maggi“ erinnernden Geschmack
und Geruch. Es wird für Fisch- und Fleischgerichte, gekochtes
und gedünstetes Gemüse sowie in unterschiedlichsten Suppen-
und Eintöpfen verwandt. Die Pflanze dient zum Verfeinern von
Ragouts, Soßen, Käse und Salaten.