Koriander:
Wanzen- oder Schwindelkraut, Hochzeitskügelchen, Krapfenkraut
Herkunft und Geschichte:
Koriander ist eines der ältesten Kräuter und wird schon
im Alten Testament erwähnt. Ursprünglich aus Vorderasien
stammend, verbreitete es sich rasch mit Hilfe der Römer auch
über Mitteleuropa aus. Im Mittelalter diente Koriander zur Bekämpfung
von Flöhen und Läusen, und auch schon in den Gräbern
der Pharaonen fanden sich Koriandersamen als Schutz gegen Ungeziefer.
Inhaltsstoffe und Wirkung:
Koriander enthält einen hohen Anteil an ätherischen Ölen,
besonders dem Linalool. Desweiteren kommen die Wirkstoffe Coriandrol,
Pinen sowie Gerbstoffe vor. Aus diesem Grunde hilft Koriander bei
Störungen im Magen und Darmbereich und wirkt auf die Nerven beruhigend.
Gestoßener Koriander mit Rosenöl vermischt ist ein gutes
Mittel gegen Geschwüre. Das Öl wird auch gegen Kopf- und
Zahnschmerzen verwendet.
Pflege:
Koriander gedeiht am besten an einem sonnigen, geschützten
Platz mit lockerem, kalkhaltigem Boden.
Ernte und Verwendung:
Korianderblätter haben
ein süßliches Aroma mit leicht würzigem Nachgeschmack
und können frisch gehackt über asiatische Gerichte gestreut
werden. Besonders verbreitet ist es in der indischen, russischen und
türkischen Küche und wird dort häufig in Joghurtsoßen,
Joghurtgetränken und Kräuterdips- soßen verwendet.
Koriander passt zu Fisch- und Fleischgerichten, zu Lamm, oder Schweinefleisch.
Koriander ist ein klassisches Lebkuchengewürz eignet sich aber
auch hervorragend zu Suppen.